Förderprogramme
Förderprogramme im Überblick

Neben dem neuen Förderprogramm "KfW plus Hessen" gibt es eine Reihe weiterer attraktiver Förderprogramme.

Förderung XXL

Selten war die Zeit für Sanierungen günstiger: Niedrige Zinsen und top Fördermöglichkeiten ebnen den Weg in ein energieeffizientes Zuhause.

Schon seit einigen Jahren sind die Kreditzinsen im Keller. Seit diesem Jahr sorgen der Bund und das Land Hessen zusätzlich für besonders günstige Förderkonditionen. Sanieren lohnt doppelt. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Anlaufstellen für Fördermittel vor:

KfW

Die staatliche KfW (einst „Kreditanstalt für Wiederaufbau“) ist die erste Anlaufstelle, wenn es um energetische Sanierungen geht: Keine andere Institution bietet so viel Programme. Sie fördert Einzelmaßnahmen wie auch Komplettsanierungen. Das Muster vieler Programme ist ähnlich: Immobilienbesitzende haben die Wahl zwischen einem besonders günstigen Kredit, einem Zuschuss oder einer Kombination aus beidem. Besonders beliebt sind Förderungen nach dem KfW-Effizienzhaus-Standard: Dabei werden für sanierte Häuser Klassen gebildet.

Beispiel KfW-Effizienzhaus-Standard 55:

Ein Haus mit diesem Standard benötigt deutlich weniger Energie als ein heutiger Neubau nach dem gesetzlichen Standard des Gebäudeenergiegesetzes. Damit ist das Gebäude aber bereits fit für die Zukunft. Denn um die Klimaschutzziele erreichen zu können, müssen alle Gebäude in Deutschland bis zum Jahr 2050 im Mittel einen Standard ähnlich dem KfW Effizienzhaus 55 erreichen.

Es gibt fünf Effizienzhaus-Klassen. Je energieeffizienter das Gebäude nach einer Sanierung dasteht, desto höher ist die Förderung. Und die kann sich sehen lassen: Für ein KfW-Effizienzhaus 55 bewilligt die Förderbank bis zu 48.000 Euro als Investitionszuschuss. Weil der Staat aber nur dann fördert, wenn am Ende auch das Klima tatsächlich geschützt wird, sind viele der Programme an eine Beantragung durch einen zertifizierten Energieberater gebunden. Zusätzlich kann ein Energieberater auch eine Baubegleitung übernehmen. Die Kosten für einen solchen Energie-Effizienz-Experten für die Baubegleitung werden durch die KfW im Programm 431 mit bis zu 50 Prozent bezuschusst. So erhält man für wenige hundert Euro einen Fachexperten der auf der Baustelle den Fortschritt der Arbeiten überwacht und eine gleichbleibende Qualität sicherstellt.

Eine gute Übersicht über Sanierungs-Ideen und die passenden KfW-Programme für Privatpersonen bietet die KfW auf ihrer Internetseite unter www.kfw.de.

BAFA

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert unter anderem Maßnahmen zur Optimierung von bestehenden Heizungsanlagen und insbesondere das Heizen mit erneuerbaren Energien. Wer etwa eine alte Ölheizung gegen eine Wärmepumpe oder eine Pelletheizung mit Solarthermie tauscht, kann bis zu 45 Prozent Förderung erhalten. Zudem fördert es die Energieberatung für Wohngebäude. Hier ist besonders der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) zu nennen. Er ist das Mittel der Wahl, wenn die energetische Sanierung auf ein Effizienzstandard abzielt und die Modernisierung nur Schritt für Schritt erfolgen kann. Aber auch die Energieberatung für die Modernisierung auf einen Schlag wird gefördert. Wenn Sie ein Ein- oder Zweifamilienhaus besitzen, übernimmt das BAFA bis zu 1.300 Euro.

Land Hessen / WI-Bank

Nur für Hessen: Auch das Land fördert Sanierungsvorhaben. Oft lassen sich die Programme mit KfW-Programmen kombinieren – sind also „on top“. Brandneu ist das Programm „Sonderprogramm Eigenheim: Sanieren, Sparen, Klima schonen“: Hier stockt das Land bestehende KfW-Förderung um bis zu zehn Prozentpunkte auf. Sanierungswillige können so bis zu 60.000 Euro als Zuschuss erhalten! Abgewickelt werden die hessischen Programme über die WI-Bank in Wiesbaden. Einen Überblick verschafft ihre Internetseite www.wi-bank.de.